mit einer Einführung von J. Nott und dem Orchester um 19.15 Uhr | ||
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| Johannes Maria Staud | Im Lichte (2007) - Musik für zwei Klaviere und Orchester (Deutsche Erstaufführung) Einer der herausragenden Akteure unter den Komponisten der jungen Generation, studierte Johannes Maria Staud in Wien und Berlin. Mehrere hochkarätige Preise begleiten sein Komponieren: 2001 erhielt er den Förderpreis für Musik der Republik Österreich, 2002 den Kompositionspreis der Salzburger Osterfestspiele, 2004 wurde er mit dem Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung bedacht - um nur einige Auszeichnungen zu nennen. Orchester wie die Wiener und Berliner Philharmoniker brachten die Musik des Österreichers zur Uraufführung. Sein „Im Lichte“ feierte im Januar 2007 im Salzburger Mozarteum Premiere: unter der Leitung von Jonathan Nott.
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| Ludwig van Beethoven | Die Geschöpfe des Prometheus op. 43 Im 18. Jahrhundert erfreute sich der antike Prometheus-Mythos großer Beliebtheit. Die Idee, dass er, Prometheus, der Feuerbringer und Lehrmeister der Menschen, auch vor der Auseinandersetzung mit den göttlichen Autoritäten nicht zurückschreckte, war ganz nach dem Geschmack des Zeitalters der Aufklärung und der Französischen Revolution. Kein Wunder, dass der gefeierte Tänzer und Choreograf Salvatore Viganò, auf der Suche nach einer Musik für sein geplantes Bühnenstück, ausgerechnet an Ludwig van Beethoven herantrat, der mit seiner ersten Symphonie gerade eindrucksvoll die Bühne der großen Symphonik betreten hatte. | |
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Jonathan Nott Dirigent Seit 2000 steht Jonathan Nott mit großem Erfolg als Chef an der Spitze der Bamberger Symphoniker - Bayerische Staatsphilharmonie. Unter der Leitung des Briten gastierten „die Bamberger“ bei den renommierten Festivals in Edinburgh, Salzburg, Luzern und St. Petersburg, Tourneen führten ihn und das Orchester zudem nach Japan, Südamerika, China, in die USA und durch Europa. Zahlreiche CD-Einspielungen dokumentieren die international hochgeschätzte künstlerische Arbeit Jonathan Notts in Bamberg. Wie in den vergangenen Jahren können er und „sein“ Orchester in dieser Saison auf hochkarätige Einladungen blicken: Neben einer Tournee durch die Schweiz stehen u.a. Auftritte mit dem Weltklassepianisten Pierre-Laurent Aimard - in dieser Spielzeit „artist in residence“ bei den Bamberger Symphonikern - in Brüssel, Luxembourg, New York und Wien auf dem Terminplan. | ||
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Tamara Stefanovich Klavier Kein Geringerer als Pierre-Laurent Aimard war einer ihrer Lehrer, mit ihm arbeitete die Pianistin Tamara Stefanovich in den vergangenen Jahren wiederholt auf dem Konzertpodium zusammen. Die junge Künstlerin trat in der Kölner Philharmonie und dem Salzburger Mozarteum auf, aber auch im Wiener Konzerthaus, der New Yorker Carnegie Hall oder der Londoner Wigmore Hall. Neben dem klassisch-romantischen Repertoire bildet - von Publikum und Kritik mit großer Anerkennung bedacht - die zeitgenössische Musik einen Schwerpunkt ihrer Konzertätigkeit.
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Nenad Lecic Klavier 1979 in Čačak in Serbien geboren, wurde Nenad Lečić 1991 für sein herausragendes pianistisches Talent vom italienischen RAI-TV ausgezeichnet, sein Studium absolvierte er an der Universität der Künste in Belgrad sowie an die Kölner Musikhochschule, u.a. bei dem französischen Meisterpianisten Pierre-Laurent Aimard. Der junge Künstler trat in den „Atelier“-Konzerten der Kölner Philharmonie, beim Festival für neue Klaviermusik „Pianorama“ im WDR sowie beim Abschlusskonzert des Klavierfestivals Ruhr auf. Seit Oktober 2004 hat er einen Lehrauftrag an der Musikhochschule im westfälischen Detmold inne.
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Christoph Waltz Sprecher In Wien geboren, gehört Christoph Waltz zu den meistgefragten deutschsprachigen Schauspielern. Im Fernsehen ist er seit Jahren geradezu ein „Dauergast", zu sehen in Krimiserien wie „Derrick", „Polizeiruf 110" oder „Tatort", aber auch in so erfolgreichen TV-Produktionen wie dem Thriller „Idylle der Hyänen" oder der Verfilmung der Oetker-Entführung „Der Tanz mit dem Teufel". Auf der Kino-Leinwand brillierte der zweifache Grimme-Preisträger in Peter Fratzschers Thriller „Sieben Monde", in Krzysztof Zanussis „Leben für Leben" oder auch in Oskar Roehlers hochgelobtem Drama „Der alte Affe Angst". | ||
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| Ludwig van Beethoven | Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58 Das Publikum der Uraufführung muss wahrlich erstaunt gewesen sein: Entgegen allen Regeln der Kunst ließ Ludwig van Beethoven sein viertes Klavierkonzert nicht mit dem Orchester beginnen, sondern mit dem Spiel des Solisten. Dieser gibt sich gar nicht einmal kämpferisch oder kraftvoll, vielmehr eröffnet er das Konzert in ruhigem, innigem Vortrag, im „piano dolce“. Damit ist der „Ton“ des Konzertes festgelegt, und nicht nur das: Es ist der feinsinnige Dialog zwischen Pianist und Orchester, der zum wichtigsten Gestaltungsprinzip wird - in einem Werk, mit dem das Originalgenie Beethoven nichts anderes als eine neue Ära in der Geschichte des Solokonzerts einläutete.
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| Krzysztof Penderecki | Symphonie Nr. 8 - Lieder der Vergänglichkeit für drei Solisten, Chor und Orchester Bäume haben für Krzysztof Penderecki eine besondere Bedeutung. Er selbst ist nicht nur Besitzer eines großen Baumgartens. Auch symbolisch spielen sie eine wichtige Rolle für sein Denken und Selbstverständnis, nicht zuletzt deshalb, als er sich in der europäischen Tradition fest „verwurzelt“ fühlt. Entscheidende Impulse lieferten sie überdies für seine Symphonie Nr. 8, einen symphonischen Liederzyklus, dessen Texte von Goethe, Eichendorff, Hesse oder auch Rilke stammen. In diesen Gedichten sind Bäume Anlass für poetische Reflexionen über das zentrale Thema der Symphonie, ein Thema, dem die Symphonie ihren Titel verdankt: die menschliche Vergänglichkeit. | |
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Krzysztof Penderecki Dirigent Er feiert 2008 seinen 75. Geburtstag: Krzysztof Penderecki, ohne Frage der bedeutendste polnische Komponist der Gegenwart und seit vielen Jahren regelmäßig am Pult „der Bamberger“ zu erleben. Seine Karriere begann furios, 1959 erhielt er beim Warschauer Wettbewerb für junge polnische Komponisten gleich alle drei zu vergebenen Preise. Inzwischen umfasst sein umfangreiches, alle musikalischen Gattungen einbeziehendes Schaffen, für das er vielfach ausgezeichnet wurde, vier Opern, zahlreiche Orchesterwerke, darunter fünf Symphonien, Solokonzerte für Violine, Viola, Violoncello und Flöte sowie unzählige Kammermusik- und Vokalwerke. | ||
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Jean-Frédéric Neuburger Klavier Das Jahr 2006 hielt zwei wichtige Debüts für Jean-Frédéric Neuburger bereit: Der 1986 geborene Pianist trat erstmals in Shanghai auf, im Rahmen eines Recitals und gemeinsam mit dem Shanghai Philharmonic Orchestra, zudem gab er sein Konzertdebüt in Tokio mit dem New York Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Lorin Maazel. Weitere hochkarätige Engagements folgten für den jungen Künstler, der 2004 beim renommierten Long-Thibaud-Wettbewerb in Paris gleich vierfach ausgezeichnet wurde. | ||
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Iwona Hossa Sopran | ||
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Agnieszka Rehlis Alt Fenena („Nabucco“), Mercédès („Carmen“), Meg Page („Falstaff“) - Agnieszka Rehlis sang seit ihrem Debüt am Opernhaus in Wroclaw Rollen wie diese auch auf Tourneen durch ganz Europa und nach Asien. Mehrmals schon stand sie gemeinsam mit Krzysztof Penderecki auf dem Konzertpodium, sie trat unter seiner Leitung in Aufführungen der siebten Symphonie und des Te Deum auf, 2005 wirkte sie in der Uraufführung der Symphonie Nr. 8, den „Liedern der Vergänglichkeit“, in Luxembourg mit, auch bei der Premiere der revidierten Fassung dieses Werkes übernahm sie den Mezzosopran-Part. | ||
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Vytautas Juozapaitis Bariton Vielfach preisgekrönt, begeistert Vytautas Juozapaitis das Opernpublikum als Figaro, Don Giovanni, Wolfram („Tannhäuser“) oder Rigoletto. Der Bariton sang unter Krzysztof Penderecki, Mstislaw Rostropowitsch und Yuri Termikanov und gastierte bei so renommierten Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Salzburger Festspielen, dem Beijing Music Festival und den Opernfestspielen im finnischen Savonlinna. Seit 1996 unterrichtet er neben seiner Solokarriere an der Litauischen Musikakademie in Vilnius. | ||
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Chor der Bamberger Symphoniker Dem Chor der Bamberger Symphoniker, seit seiner Gründung 1983 von Rolf Beck geleitet, gehören Sängerinnen und Sänger aus dem gesamten deutschsprachigen Raum an. In der Saison 2007/2008 war das Ensemble im Rahmen der Abonnementkonzerte der Bamberger Symphoniker u.a. in den Aufführungen von Verdis Requiem und Mahlers „Auferstehungssymphonie“ zu erleben. Daneben gastiert der Chor regelmäßig auf nationaler und internationaler Ebene, Tourneen führten ihn in der Vergangenheit u.a. nach Israel, Japan und Südamerika. Dirigenten wie Giuseppe Sinopoli, Christoph Eschenbach, Herbert Blomstedt, Sir Roger Norrington oder Georges Prêtre sowie natürlich Horst Stein, Ingo Metzmacher und Jonathan Nott haben in zahlreichen Konzerten und CD-Produktionen mit dem Chor zusammengearbeitet und ihn weit über die Grenzen Bambergs hinaus bekannt gemacht. | ||
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(Einstudierung: Rolf Beck) | ||
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| György Ligeti | Poème Symphonique für 100 Metronome Ein „Tongedicht“ für 100 Metronome - was im ersten Moment klingt wie ein Widerspruch in sich, erweist sich schon bald als ausgesprochen treffende Charakterisierung. Es scheint, als würde György Ligetis „Poème Symphonique“ tatsächlich eine Geschichte erzählen, trotz oder gerade wegen der totalen Mechanisierung der Aufführung. Unweigerlich lenkt das Werk die Aufmerksamkeit auf das Ablaufen der Zeit, auf die Endlichkeit pulsierender Rhythmen. Da ticken die Metronome wie in einer makabren Traumvision E.T.A. Hoffmanns, ehe sich das irrwitzige Durcheinander allmählich lichtet und zunehmend Einzelstimmen hervortreten. Bis zum letzten Metronom… | |
| Johann Sebastian Bach | Komm, süßer Tod BWV 478 (Arr. Leopold Stokowski) Im Vertrauen auf Erlösung und Auferstehung nach dem Tod und mit tiefer religiöser Überzeugung schrieb Johann Sebastian Bach sein geistliches Lied „Komm, süßer Tod“ BWV 478. Die Komposition wurde 1736 im „Musicalischen Gesang-Buch“ veröffentlicht, das der Zeitzer Schlosskantor Georg Christian Schemelli unter der Mitarbeit Bachs herausgab. Jahrhunderte später kleidete der Dirigent Leopold Stokowski den berückend-berührenden Liedsatz in ein Orchestergewand - eine instrumentale Version, mit der in Tönen gesagt ist, was sich in Worten kaum ausdrücken ließe. | |
| Gustav Mahler | Kindertotenlieder Erschreckend Ungeheures und ergreifend Schlichtes, fromme Naivität und nüchterne Grausamkeit liegen dicht beisammen in den Texten Friedrich Rückerts, die Gustav Mahler für seine „Kindertotenlieder“ auswählte. Für die schockierende Verquickung von Entsetzen und Unschuld, die dem Komponisten vorschwebte, erwiesen sie sich wie geschaffen. Er konnte nicht wissen, dass ihn drei Jahre später selbst das Schicksal einholen sollte, als seine älteste Tochter starb. Vieles an den „Kindertotenliedern“ weist über ihre Entstehungszeit hinaus, nicht zuletzt die sparsame, kammermusikalische Instrumentation, die dem Klangbild der musikalischen Avantgarde den Weg wies. | |
| Franz Schubert | Symphonie Nr. 8 C-Dur D 944 ("Große C-Dur") „Sag’ ich es gleich offen, wer diese Sinfonie nicht kennt, kennt noch wenig von Schubert“, schwärmte Robert Schumann, nachdem er im Nachlass des 1828 verstorbenen Wiener Komponisten die „Große“ C-Dur-Symphonie gefunden hatte. „Hier ist, außer meisterlicher musikalischer Technik der Komposition, noch Leben in allen Fasern, Kolorit bis in die feinste Abstufung, Bedeutung überall“, führte er fort - und hatte die Qualitäten seines Fundes zweifellos treffend umschrieben. Franz Schubert selbst bekam seine letzte Symphonie nie zu Gehör, das Werk erlebte erst mehr als zehn Jahre nach seinem Tod ihre Uraufführung unter Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig. | |
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Jonathan Nott Dirigent Seit 2000 steht Jonathan Nott mit großem Erfolg als Chef an der Spitze der Bamberger Symphoniker - Bayerische Staatsphilharmonie. Unter der Leitung des Briten gastierten „die Bamberger“ bei den renommierten Festivals in Edinburgh, Salzburg, Luzern und St. Petersburg, Tourneen führten ihn und das Orchester zudem nach Japan, Südamerika, China, in die USA und durch Europa. Zahlreiche CD-Einspielungen dokumentieren die international hochgeschätzte künstlerische Arbeit Jonathan Notts in Bamberg. Wie in den vergangenen Jahren können er und „sein“ Orchester in dieser Saison auf hochkarätige Einladungen blicken: Neben einer Tournee durch die Schweiz stehen u.a. Auftritte mit dem Weltklassepianisten Pierre-Laurent Aimard - in dieser Spielzeit „artist in residence“ bei den Bamberger Symphonikern - in Brüssel, Luxembourg, New York und Wien auf dem Terminplan. | ||
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Simon Keenlyside Bariton Als Opern-, Konzert- und Liedsänger gleichermaßen hochgeschätzt, führen Einladungen den Bariton Simon Keenlyside in die Musikmetropolen der Welt. Er sang an den großen Bühnen in Wien, Berlin, New York, Hamburg, London, Sydney und München, daneben trat er mit Orchestern wie den Philharmonikern aus Berlin und Wien oder dem Cleveland Orchestra auf. 2006 erhielt der in London geborene Künstler den prestigeträchtigen Olivier Award, 2007 wurde er mit dem Echo-Klassik-Preis als „Sänger des Jahres“ ausgezeichnet.
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mit einer Einführung von J. Nott und dem Orchester um 19.15 Uhr | ||
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| Arnold Schönberg | Konzert für Streichquartett und Orchester B-Dur nach Georg Friedrich Händels op. 6 Nr. 7 Weniger um neue instrumentale Farben oder Klänge sei es ihm 1933 gegangen bei seiner „freien Umgestaltung“ von Händels Concerto grosso op. 6 Nr. 7, notierte Arnold Schönberg. Vielmehr habe sich sein Interesse auf „bisher unausgenutzte Möglichkeiten, Griffe, Spielweisen“ gerichtet, ja die Bearbeitung des barocken Concerto grosso sei Ausdruck seiner Absicht, „einzelnen Instrumenten neue technische Aufgaben zu stellen“. Ein Händelsches Werk in Schönbergscher „Aufbereitung“, ein Barockstück im Zugriff des Meisters der musikalischen Moderne - ein wahrhaft spektakuläres Experiment. | |
| Johann Sebastian Bach | Konzert für Oboe, Violine, Streicher und Basso continuo nach BWV 1060 Johann Sebastian Bach war bereits seit einigen Jahren Thomaskantor, als er auch die Leitung des Collegium musicum übernahm, eines Studenten- und Liebhaberorchesters, das regelmäßig in den Leipziger Kaffeehäusern auftrat. Um das Ensemble mit Kompositionen zu versorgen, griff er aus Zeitgründen nicht selten auf eigene, frühere Werke zurück, die er den neuen Gegebenheiten anpasste. Eines dieser Stücke ist das Cembalokonzert BWV 1060, das sich in seiner ursprünglichen Gestalt nicht erhalten hat, wohl aber rekonstruieren ließ: Geschrieben war es allem Anschein nach für Oboe und Violine, eine solistische Besetzung, in der sich das Werk heute wieder den Weg in die Konzertsäle gebahnt hat. | |
| Giya Kancheli | V & V (1994) „Indem ich mir all das, was um mich herum geschieht, sehr zu Herzen nehme, versuche ich in meiner Musik den Seelenzustand auszudrücken, den ich fühle", sagt der georgische Komponist Giya Kancheli. Der Titel seines „V&V" steht für „Violin and Voice", und die Stimme, die als Tonbandeinspielung zu hören ist, stammt von dem berühmten georgischen Volkssänger Hamlet Gonashvili. Dessen Tenorstimme symbolisiert in „V&V" das Ewige, während die Solovioline und das Streichorchester das Irdische verkörpern - in der Tat scheinen in diesem Werk zwei Welten aufeinanderzutreffen, faszinierend und klangschön zugleich.
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| Franz Schubert | Symphonie Nr. 7 h-moll D 759 ("Unvollendete") Von der Aura des Rätselhaften und Geheimnisvollen umgeben ist Franz Schuberts siebte Symphonie, die „Unvollendete“. Warum brach der Komponist die Arbeiten an der Symphonie ab? War sie nur ein Versuch? Ein gescheitertes - oder geglücktes? - Experiment, sich den Weg zur großen Symphonie zu bahnen? Betrachtete Schubert sie trotz des Abbruchs als abgeschlossen? Eindeutige Antworten auf diese Fragen werden sich kaum finden lassen, einig ist man sich heute jedoch in einer Hinsicht: Schuberts Siebte ist ein Meisterwerk, sie mag äußerlich ein Fragment geblieben sein, vollendet aber ist sie allemal. | |
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Jonathan Nott Dirigent Seit 2000 steht Jonathan Nott mit großem Erfolg als Chef an der Spitze der Bamberger Symphoniker - Bayerische Staatsphilharmonie. Unter der Leitung des Briten gastierten „die Bamberger“ bei den renommierten Festivals in Edinburgh, Salzburg, Luzern und St. Petersburg, Tourneen führten ihn und das Orchester zudem nach Japan, Südamerika, China, in die USA und durch Europa. Zahlreiche CD-Einspielungen dokumentieren die international hochgeschätzte künstlerische Arbeit Jonathan Notts in Bamberg. Wie in den vergangenen Jahren können er und „sein“ Orchester in dieser Saison auf hochkarätige Einladungen blicken: Neben einer Tournee durch die Schweiz stehen u.a. Auftritte mit dem Weltklassepianisten Pierre-Laurent Aimard - in dieser Spielzeit „artist in residence“ bei den Bamberger Symphonikern - in Brüssel, Luxembourg, New York und Wien auf dem Terminplan. | ||
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Lisa Batiashvili Violine Kein Geringerer als Alfred Brendel war schon frühzeitig davon überzeugt, dass ihr eine große Karriere bevorsteht, in Lisa Batiashvilis Spiel entdeckte er „Phantasie und Kontrolle, Wärme und Überlegenheit, Strenge und Flexibilität“ gleichermaßen. Der Pianist hatte allen Grund, die junge georgische Künstlerin öffentlich auszuzeichnen: Schon im Alter von 16 Jahren erregte sie internationale Aufmerksamkeit, als sie den zweiten Preis beim Sibelius-Wettbewerb gewann, und dies als jüngste Teilnehmerin. Heute gastiert die Geigerin beim New York Philharmonic Orchestra ebenso wie bei den Berliner Philharmonikern, ihr Debüt bei den „Bambergern“ gab sie 2004. | ||
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Francois Leleux Oboe Er war Solo-Oboist der Pariser Opéra und beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, 2003 trat François Leleux die gleiche Position beim Chamber Orchestra of Europe an. Als Solist gastiert der Franzose, der zu Beginn seiner Karriere die international hochrangigen Wettbewerbe in München und Toulon gewann, in ganz Europa, Asien und den USA. Daneben hat er seit 2004 eine Professur an der Hochschule für Musik und Theater in München inne. | ||
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| Igor Strawinsky | Symphonien für Bläser (In memoriam Claude Debussy) Die Uraufführung war ein Desaster - und der Komponist hatte es geahnt. „Ich wusste“, schrieb Igor Strawinsky rückblickend über seine „Symphonien für Bläser“, „dass ich nicht mit einem sofortigen Erfolg dieses Werkes rechnen konnte.“ Heute gilt dasselbe Stück längst als Markstein in Strawinskys kompositorischer Entwicklung, geschrieben im Gedenken an seinen 1918 verstorbenen Freund, Mentor und Kollegen Claude Debussy. Den Ausgangspunkt des Werkes bildete ein Choral, den Strawinsky für die Debussy-Gedenkbeilage der Pariser „Revue Musicale“ komponierte und anschließend zum Schlussstück seiner „Symphonien für Bläser“ ausbaute. | |
| Bela Bartok | Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 Sz 95 Verschiedenste Traditionen treffen in Béla Bartóks Klavierkonzert Nr. 2 aufeinander: das romantische Virtuosenkonzert und das klassische Solokonzert, dazu das barocke Concerto grosso. Gedacht war das Werk von Bartók vor allem als Gegenstück zu seinem ersten Klavierkonzert, stärker als dort ist die musikalische Sprache von der Musik seiner Heimat durchsetzt, ohne dass er Melodien, die er im Zuge seiner unermüdlichen volkskundlichen Studien gesammelt hatte, umstandslos übernommen hätte. Typisch für das Konzert ist die innere Verdichtung, die Klarheit der Strukturen, aber auch der thematische Einfallsreichtum und die Klangfarbenvielfalt des Soloparts. | |
| Igor Strawinsky | Le Sacre du Printemps Ein heidnisches Opferritual ist kein Zuckerschlecken. Das musste auch das Publikum der Pariser Uraufführung von Igor Strawinskys „Sacre“ erfahren - und verursachte einen der größten Skandale der Musikgeschichte. Geschockt reagierten die Besucher im Théâtre des Champs-Elysées auf das Bühnengeschehen, aber auch auf die neuartige Musik mit ihren scheinbar ungezügelten rhythmischen Verläufen, ihren heftigen Entladungen musikalischer Energien, mit denen Strawinsky seiner Vision der „Bilder aus dem heidnischen Russland“ klangliche Gestalt verlieh. Und ganz nebenbei dem Ballett ebenso wie dem Komponieren im 20. Jahrhundert entscheidende Impulse verlieh. | |
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Jonathan Nott Dirigent Seit 2000 steht Jonathan Nott mit großem Erfolg als Chef an der Spitze der Bamberger Symphoniker - Bayerische Staatsphilharmonie. Unter der Leitung des Briten gastierten „die Bamberger“ bei den renommierten Festivals in Edinburgh, Salzburg, Luzern und St. Petersburg, Tourneen führten ihn und das Orchester zudem nach Japan, Südamerika, China, in die USA und durch Europa. Zahlreiche CD-Einspielungen dokumentieren die international hochgeschätzte künstlerische Arbeit Jonathan Notts in Bamberg. Wie in den vergangenen Jahren können er und „sein“ Orchester in dieser Saison auf hochkarätige Einladungen blicken: Neben einer Tournee durch die Schweiz stehen u.a. Auftritte mit dem Weltklassepianisten Pierre-Laurent Aimard - in dieser Spielzeit „artist in residence“ bei den Bamberger Symphonikern - in Brüssel, Luxembourg, New York und Wien auf dem Terminplan. | ||
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Pierre-Laurent Aimard Klavier Er ist einer der weltweit gefragtesten Pianisten und gastiert in den wichtigsten Musikmetropolen: Pierre-Laurent Aimard, in dieser Saison „artist in residence“ bei den Bamberger Symphonikern. Der französische Meisterpianist gilt als eine der Schlüsselfiguren in der Welt der Neuen Musik, von der ausgehend er sich das traditionelle Repertoire erschloss. 2002 war er erstmals in Bamberg zu Gast, ehe er 2005 mit „den Bambergern“ und Chefdirigent Jonathan Nott auf USA-Tournee ging, 2006 folgten gemeinsame Auftritte in Luxembourg, Frankreich, Belgien und Österreich. Auch als „artist in residence“ wird der Franzose nicht allein in Bamberg, sondern ebenso im Rahmen von internationalen Gastspielen des Orchesters in Luxembourg, Brüssel, Wien und New York zu erleben sein. | ||
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| Johannes Brahms | Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 83 „Ein zweites soll schon anders lauten“, äußerte Johannes Brahms nach dem spektakulären Misserfolg seines ersten Klavierkonzerts. Dem Vorbild Beethovens folgend, strebte er 20 Jahre später in seinem zweiten Klavierkonzert eine enge Verknüpfung von Solopart und Orchester an, eine Synthese von konzertantem und symphonischem Stil. Keine Frage: Was im ersten Konzert noch zu einer künstlerischen Lebenskrise wurde, löste Brahms im zweiten mit abgeklärter Meisterschaft - und er muss sich dessen bewusst gewesen sein. So war sicherlich Koketterie mit im Spiel, als er das Werk gegenüber einer Freundin als ein „ganz ein kleines Klavierkonzert“ bezeichnete… | |
| Antonin Dvorak | Symphonie Nr. 8 G-Dur op. 88 Entstanden ist Antonín Dvořáks achte Symphonie in einer Phase größerer innerer Gelassenheit, nachdem der Komponist bereits Ende der 1880er Jahre zu internationaler Berühmtheit gelangt war und befreiter an das Schreiben seiner Werke gehen konnte. Mit einer Vielzahl an Ideen ausgestattet, die ihm mit scheinbarer Leichtigkeit zufielen, strotzt seine Achte vor Heiterkeit und unbändiger Lebensfreude, auch der Ton der heimatlichen Volksmusik fand ihren Widerhall. Gewidmet ist die Symphonie der Franz Josefs-Akademie für Wissenschaft, Literatur und Kunst in Prag, die Dvořák 1890 zu ihrem Mitglied ernannte. | |
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Herbert Blomstedt Dirigent Über Jahrzehnte bekleidete Herbert Blomstedt, der 2007 seinen 80. Geburtstag feierte, Chefpositionen bei einer ganzen Reihe der weltweit wichtigsten Orchester, u.a. bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden und dem San Francisco Symphony Orchestra, dazu beim NDR Sinfonieorchester in Hamburg und dem Gewandhausorchester Leipzig. 1982 gab er sein Debüt in Bamberg, bis heute stand er in über 100 Konzerten am Pult „der Bamberger“, denen er seit 2006 als Ehrendirigent auf Lebenszeit verbunden ist.
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Yefim Bronfman Klavier Leon Fleisher und Rudolf Serkin gehören zu seinen Lehrern, sein internationales Debüt feierte Yefim Bronfman 1975 mit Zubin Mehta und dem Montreal Symphony Orchestra. Seither ist er mit den renommiertesten Orchestern der Welt aufgetreten: mit dem Chicago Symphony Orchestra, der Staatskapelle Dresden oder auch den Wiener Philharmonikern. Als „pianist-in-residence“ war Yefim Bronfman in der Saison 2004/2005 bei den Berliner Philharmonikern zu Gast, seine Aufnahme der drei Bartók-Konzerte mit Los Angeles Philharmonic unter Esa-Pekka Salonen wurde mit dem Grammy ausgezeichnet. | ||
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| Guo Wenjing | Chou Kong Shan - Konzert für Zhudi (Bambusflöte) und Orchester Nr. 2 op. 18 „Chou Kong Shan“ überschrieb Guo Wenjing sein Konzert für Zhudi und Orchester op. 18 Nr. 2, was sich vielleicht mit „Zweifelnder einsamer Himmelsberg“ oder auch „Sorgenschwerer hoher Berg“ übersetzen ließe. Das Thema „Berge“ spielt eine wichtige Rolle in diesem Werk, etwa am Beginn, wenn ein nicht enden wollender Ton des Soloinstruments, einer chinesischen Bambusflöte, erklingt - ein lang ausgehaltener Klang, der sich als Symbol für die Szenerie einer ununterbrochenen Bergkette deuten lässt. Hohe Anforderungen an die Kunstfertigkeit und das Spiel des Solisten stellt Wenjings Konzert, das in seinem Aufbau mit zwei langsamen Sätzen, die einen schnellen Mittelsatz umrahmen, wie eine Umkehrung der traditionellen europäischen Konzertform wirkt.
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| Xiaogang Ye | Das Lied von der Erde für Sopran, Bariton und Orchester op. 47 Dass man sich bei diesem Werktitel an Gustav Mahlers „Lied von der Erde" erinnert fühlt, ist kein Zufall und durchaus beabsichtigt: „The Song of the Earth" ist das Resulat der künstlerischen Auseinandersetzung Xiaogang Yes mit Mahlers symphonischem Opus. Letzterer hatte Anfang des 20. Jahrhunderts chinesische Gedichte in der Übersetzung von Hans Bethge für seine Komposition herangezogen - die Identifikation der originalen Vorlagen war eine Herausforderung für die chinesischen Gelehrten. Und sie bot Ye, Jahrgang 1955, die Gelegenheit, sich nach Mahler ein zweites Mal dieser faszinierenden Lyrik zu widmen, um ihr aus einem ganz anderen ästhetischen Blickwinkel heraus kompositorisch zu begegnen. | |
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Long Yu Dirigent 2000 rief er das China Philharmonic Orchestra ins Leben - ein künstlerischer Meilenstein in der Karriere von Long Yu, der dem Orchester seither als Music Director vorsteht. Mit „seinen“ Musikern ging er auf vielumjubelte Tourneen durch Asien, Nordamerika und Europa, u.a. gab es 2006 ein gemeinsames Gastspiel beim Kissinger Musiksommer: mit den Solisten Lang Lang und Frank Peter Zimmermann. Und noch für ein weiteres folgenreiches Projekt zeichnet Long Yu, der 2006 seinen Einstand am Pult der Bamberger Symphoniker gab, verantwortlich: 1998 gründete er das Beijing Music Festival, das sich längst zu einem Höhepunkt im internationalen Konzertkalender entwickelt hat. | ||
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Tang Jun Qiao Zhudi Die meisterhafte Beherrschung der Dizi, einer traditionellen chinesischen Flöte, hat Tang Jun Qiao weit über ihr Heimatland hinaus bekannt gemacht. Ihre virtuose Kunst ist in Solokonzerten, Recitals und Kammermusikaufführungen zu erleben, zahlreiche Werke zeitgenössischer chinesischer Komponisten gelangten durch sie zur Uraufführung. Gemeinsam mit Yo-Yo Ma nahm die junge Chinesin die Musik von Tan Dun zum Oscar-gekrönten Film „Crouching Tiger, Hidden Dragon“ auf, um anschließend mit einer konzertanten Fassung der Musik weltweit auf Tournee zu gehen. Tang Jun Qiao studierte am Konservatorium in Shanghai, an dem sie heute selbst als Professorin lehrt. | ||
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Changyong Liao Bariton | ||
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Xiaoduo Chen Sopran Sie ist eine der talentiertesten und erfolgreichsten jungen Sopranistinnen aus dem „Reich der Mitte“, in ihrer noch jungen Karriere arbeitete Xiaoduo Chen bereits mit nahezu allen führenden Dirigenten und Orchestern ihres Heimatlandes zusammen. Dazu gehören das China Philharmonic Orchestra und das Beijing, das Shanghai und das Guanzhou Symphony Orchestra. Mehrfach ausgezeichnet bei internationalen Gesangswettbewerben, konnte sich die Solistin des China National Opera House auch in den USA und Kanada als herausragende Sängerin einen Namen machen. | ||
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| Carl Nielsen | Ouvertüre "Helios" op. 17 Keine mythische Erzählung oder musikalische Darstellung vom antiken Sonnengott, sondern eine Naturschilderung, eine irisierende Schilderung mediterraner Lichtverhältnisse, ist Carl Nielsens atmosphärisch dichte „Helios"-Ouvertüre. Inspirationsquelle für den dänischen Komponisten, der eher ein Verfechter einer klaren, transparenten Tonsprache war als ein ausgewiesener Programmmusiker, bildeten die Eindrücke, die er von der Landschaft Griechenlands während eines längeren Aufenthaltes empfangen konnte - zusammen mit seiner Frau Anne Marie, einer bekannten Bildhauerin, war er 1903 nach Athen gereist, um die griechische Kultur kennen zu lernen.
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| Rolf Martinsson | "Bridge", Konzert für Trompete und Orchester Nr. 1 op. 47 Es war der Klang von Håkan Hardenbergers Trompetenspiel, den Rolf Martinsson im Ohr hatte, als er sein Trompetenkonzert Nr. 1 komponierte. Martinsson, einer der profiliertesten und meistgespielten schwedischen Komponisten der Gegenwart, widmete das Werk dem großen Trompeter - und komponierte dessen Namen in verschlüsselter Form in den Solopart ein. Aus der Taufe gehoben wurde das Konzert im April 1999 unter Neeme Järvi durch Hardenberger und die Göteborger Symphoniker, seither hat das Werk, dem Martinsson den Titel „Bridge" gab, unzählige Aufführungen erlebt, in Europa ebenso wie in den USA. | |
| Jean Sibelius | Symphonie Nr. 1 e-moll op. 39 Strenge, Stil und tiefere Logik müsse eine Symphonie aufweisen, darauf bestand Jean Sibelius, dazu inneren Zusammenhang zwischen allen Motiven. Gleich in seiner ersten Symphonie löste er, der in Finnland als Nationalheld verehrt wurde, ein, was er als Credo ausgegeben hatte. Denn das anfängliche melancholisch-verhangene Klarinettensolo enthält bereits die wichtigsten musikalischen Gedanken des Werkes: Motive und melodische Formeln, die im Verlauf des Werkes in ständigen Variationen und Metamorphosen ausgebreitet, fortgesponnen und weiterentwickelt werden. | |
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Andris Nelsons Dirigent Andris Nelsons gilt zurecht als Shootingstar der jungen Dirigentengeneration, die Vielzahl an hochkarätigen Einladungen und Engagements ist kaum zu überschauen. Seit dieser Spielzeit ist er der neue Music Director des City of Birmingham Symphony Orchestra, das einst von Sir Simon Rattle geleitet wurde. Zuvor stand Andris Nelsons als Chef der Lettischen Nationaloper vor, zugleich ist er seit mehreren Jahren Chefdirigent der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford. Die Bamberger Symphoniker leitete er bereits in Rundfunkaufnahmen, nun steht sein Konzertdebüt in der Domstadt bevor.
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Hakan Hardenberger Trompete Seine Virtuosität, dazu die Kombination von exzellenter Technik, höchster Musikalität und einmaliger Bühnenpräsenz machen Håkan Hardenberger zu einem der herausragenden Trompeter unserer Zeit. Neben seinen Interpretationen des klassischen Repertoires ist der Schwede einer der bekanntesten Botschafter für Neue Musik. Unzählige Werke wurden für ihn geschrieben und von ihm uraufgeführt, darunter Kompositionen von Harrison Birtwistle, Hans Werner Henze, Rolf Martinsson, Arvo Pärt und Mark-Anthony Turnage.
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| Felix Mendelssohn Bartholdy | Elias op. 70, Oratorium für Soli, Chor und Orchester „Noch niemals ist ein Stück von mir bei der ersten Aufführung so vortrefflich gegangen und von den Musikern und den Zuhörern so begeistert aufgenommen worden, wie dieses Oratorium", berichtete Felix Mendelssohn Bartholdy über die Premiere seines „Elias". Nach den Komplikationen, die sich rund um das Libretto ergeben hatten, war dies keineswegs selbstverständlich. Letztlich aber hatte sich der Komponist mit seinen Vorstellungen gegenüber den beiden Textdichtern durchgesetzt, schwebte ihm doch eine dramatische Gestaltung des Werkes vor, mit einem Propheten Elias, der „stark eifrig, auch wohl bös und zornig und finster" sei, „und doch getragen wie von Engelsflügeln". | |
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Rolf Beck Dirigent Seit 25 Jahren leitet Rolf Beck den Chor der Bamberger Symphoniker, daneben ist er Gründer und Künstlerischer Leiter der Chorakademie des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Mit dem Chor der Bamberger Symphoniker gab er neben zahlreichen Auftritten in den großen deutschen Musikzentren Konzerte in ganz Europa, Südamerika und Japan. In Israel dirigierte Rolf Beck die erste Bachsche „Johannes-Passion“, die ein Gastensemble dort jemals aufführte. Zu den Orchestern, mit denen er arbeitete, gehören neben den Bamberger Symphonikern u.a. die Tschechische Philharmonie in Prag, die Sinfonia Varsovia und das Orquestra Gulbenkian Lisboa.
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Simona Saturovà Sopran Anlässlich der Wiedereröffnung der ruhmreichen Salle Pleyel, des großen Pariser Konzertsaals, sang Simona Šaturová 2006 unter Christoph Eschenbach die Sopranpartie in Mahlers „Auferstehungssymphonie“. Nach dem großen Erfolg wurde die Künstlerin umgehend vom Philadelphia Orchestra für Auftritte in der New Yorker Carnegie Hall und in Philadelphia eingeladen. Weitere hochkarätige Engagements führten die gebürtige Slowakin seither u.a. zum Schleswig-Holstein Musik Festival, in die Philharmonie in Luxembourg, nach Portugal sowie an die Oper Frankfurt. | ||
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Gerhild Romberger Alt Neben dem Lied sind es die großen Alt- und Mezzopartien des Oratorien- und Konzertgesangs vom Barock über die Klassik und Romantik bis in die Gegenwart, die im Zentrum der künstlerischen Arbeit Gerhild Rombergers stehen. Die gebürtige Emsländerin, zum ersten Mal in Bamberg zu Gast, wirkte an zahlreichen Uraufführungen mit und gastierte beim Sinfonieorchester Basel ebenso wie beim Beethovenfest in Bonn oder in der Münchener Philharmonie. | ||
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Benjamin Bruns Tenor Der Tenor Benjamin Bruns steht am Beginn einer vielversprechenden Karriere. In Hannover geboren, studierte er an der Hamburger Musikhochschule, sein Operndebüt gab er 2002 als Don Ottavio bei den Festspielen der Kammeroper Schloss Rheinsberg. 2004 schloss er sich dem Opernensemble des Bremer Theaters an, Gastverpflichtungen führten ihn an das Münchner Gärtnerplatz-Theater und die Opernhäuser in Chemnitz, Osnabrück und Oldenburg. Der junge Sänger ist Preisträger mehrerer Gesangswettbewerbe und war Stipendiat der Richard-Wagner-Stiftung.
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Michael Nagy Bass Den Besuchern des Bamberger Symphoniker Gustav Mahler-Dirigentenwettbewerbs 2007 ist er bestens bekannt, war Michael Nagy doch in dessen Rahmen als Interpret der Mahlerschen „Wunderhorn“-Lieder zu erleben. Nach Gastverträgen an den Opernhäusern in Stuttgart und Mannheim war der Bariton von 2004 bis 2006 Ensemblemitglied der Komischen Oper Berlin, 2006 wechselte er in das Ensemble der Oper Frankfurt. 2004 gewann er den Internationalen Liedkunst-Wettbewerb der Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart. | ||
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Chor der Bamberger Symphoniker Dem Chor der Bamberger Symphoniker, seit seiner Gründung 1983 von Rolf Beck geleitet, gehören Sängerinnen und Sänger aus dem gesamten deutschsprachigen Raum an. In der Saison 2007/2008 war das Ensemble im Rahmen der Abonnementkonzerte der Bamberger Symphoniker u.a. in den Aufführungen von Verdis Requiem und Mahlers „Auferstehungssymphonie“ zu erleben. Daneben gastiert der Chor regelmäßig auf nationaler und internationaler Ebene, Tourneen führten ihn in der Vergangenheit u.a. nach Israel, Japan und Südamerika. Dirigenten wie Giuseppe Sinopoli, Christoph Eschenbach, Herbert Blomstedt, Sir Roger Norrington oder Georges Prêtre sowie natürlich Horst Stein, Ingo Metzmacher und Jonathan Nott haben in zahlreichen Konzerten und CD-Produktionen mit dem Chor zusammengearbeitet und ihn weit über die Grenzen Bambergs hinaus bekannt gemacht. | ||
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| Robert Schumann | Ouvertüre zu "Genoveva" op. 81 Genoveva, Gemahlin des Pfalzgrafen Siegfried, wird, da ihr Gatte dem Schlachtruf gegen die Mauren gefolgt ist, der angeblichen Untreue überführt und soll hingerichtet werden - um doch in letzter Sekunde von ihrem Mann gerettet zu werden, der die Machenschaften durchschaut hat. So ließe sich in knappen Worten der Inhalt von Robert Schumanns Oper „Genoveva" zusammenfassen, die auf Dichtungen von Friedrich Hebbel und Ludwig Tieck basiert. An ihrem Beginn steht, als dramaturgisches Meisterstück, die brillante Ouvertüre, die mit ihrem Weg von anfänglicher Tragik zu triumphaler Geste das Bühnengeschehen bereits in Töne zu fassen scheint, ganz den theoretischen Anforderungen der Zeit entsprechend. | |
| Felix Mendelssohn Bartholdy | Konzert für Violine und Orchester e-moll op. 64 Bereits als 13-Jähriger komponierte er ein erstes Violinkonzert - es sollte fast zwei Jahrzehnte dauern, bis sich Felix Mendelssohn Bartholdy erneut dieser musikalischen Gattung widmete. 1838 verkündete er dem befreundeten Geiger Ferdinand David: „Ich möchte Dir wohl auch ein Violin-Concert machen für nächsten Winter; eins in E moll steckt mir im Kopfe". Mendelssohn und David kannten sich seit vielen Jahren und wirkten zusammen am Leipziger Gewandhaus: Mendelssohn als Dirigent, David als Konzertmeister. Bis zur Vollendung des Violinkonzerts musste sich der Geiger allerdings noch gedulden: Erst 1844 wurde das filigrane, von klassischem Geist erfüllte Werk fertig gestellt. | |
| Hector Berlioz | Symphonie fantastique op. 14 Es sind „Episoden aus dem Leben eines Künstlers", die Hector Berlioz in seiner Symphonie fantastique in Musik bannte. Durchaus mit biografischem Hintersinn: Schließlich blieb, zur Entstehungszeit der Symphonie, seine Liebe zu der englischen Shakespeare-Schauspielerin Harriet Smithson genauso unerfüllt wie dies bei seinem musikalischen Helden der Fall ist, der sich durch seine ausweglose Situationen nicht nur in den Drogenrausch, sondern auch in den Wahnsinn treiben lässt…
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Robin Ticciati Dirigent Die internationale Karriere Robin Ticciatis entwickelt sich in einem geradezu atemberaubenden Tempo. 2006 gab er seinen sensationellen Einstand bei den Salzburger Festspielen - als jüngster Dirigent in der Geschichte des traditionsreichen Festivals. Der junge Brite leitet seit der vergangenen Saison als Musikdirektor das Gävle Symfoniorkester in Schweden, im Januar 2007 trat er überdies den Posten des Musikdirektors von „Glyndebourne on Tour“ an. Gastdirigate führen ihn zur Sächsischen Staatskapelle Dresden ebenso wie zu den Göteborger Symphonikern oder dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, mehrfach schon stand er auch am Pult „der Bamberger“. | ||
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Veronika Eberle Violine „Leichtigkeit, Tonschönheit, Geschmeidigkeit und künstlerische Reife“ bescheinigte die FAZ der jungen Geigerin Veronika Eberle, die als eines der vielversprechendsten Violintalente gilt, das in den vergangenen Jahren aus Deutschland hervorgegangen ist. 2005 trat sie unter Jonathan Nott erstmals mit den Bamberger Symphonikern auf, daneben konzertierte sie mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem NDR Sinfonieorchester oder dem SWR Sinfonieorchester Stuttgart. Kürzlich gab sie ihr USA-Debüt beim Aspen Music Festival, ihr Einstand in der New Yorker Carnegie Hall steht im Februar 2009 auf dem Terminplan. | ||