| »Wiener Klassiker«Als begnadete Virtuosen und Interpreten ihrer eigenen Klavierkonzerte ernteten Mozart und Beethoven den Beifall des Wiener Publikums, und auch in Rudolf Buchbinders Karriere spielt die Donaumetropole, in der er schon mit fünf Jahren Student an der Musikhochschule wurde, eine entscheidende Rolle. In dieser Saison beehrt uns der herausragende Beethoven-Exeget und intime Mozart-Kenner wieder einmal in einer Doppelrolle: als Solist, der auch die musikalische Leitung übernimmt. | Detail
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| Wolfgang Amadeus Mozart | Konzert für Klavier und Orchester Nr. 23 A-Dur KV 488Nach seiner Übersiedlung nach Wien sorgte Wolfgang Amadeus Mozart vor allem als Interpret seiner eigenen Klavierkonzerte für Aufsehen – bis in die höchsten gesellschaftlichen Kreise hinein. Sein Klavierkonzert KV 488 entstand in dieser Glanzzeit, während seiner Arbeiten am „Figaro“, und wieder einmal hatte sich der Wiener Klassiker etwas Besonderes einfallen lassen: Trompeten und Pauken bleiben ausgespart in diesem Werk, die Oboen sind durch Klarinetten ersetzt. Der Tonart A-Dur gemäß tritt uns das Konzert mit einem überhaus hellen, „gelösten“ Charakter entgegen, aber auch mit einer inneren Vielschichtkeit, wie sie gerade Mozarts Musik so auszeichnet. |  |
| Wolfgang Amadeus Mozart | Konzert für Klavier und Orchester Nr. 20 d-Moll KV 466Als Wolfgang Amadeus Mozart sein Wiener Publikum mit einem Klavierkonzert in d-Moll überraschte, stand er im Zenit seiner Karriere. Überzeugen konnte sich von seinen Erfolgen als Klaviervirtuose und Komponist auch sein Vater Leopold, der den Sohn 1785 in Wien besuchte. Nicht nur die „große Versammlung von Menschen von Rang“ in einem von Mozart organisierten Subskriptionskonzert machte auf den Vater gehörig Eindruck, sondern auch das an diesem Abend aufgeführte Klavierkonzert KV 466: „dan war ein neues vortreffliches Clavier Concert vom Wolfgang“, wusste Leopold anerkennend an seine Tochter Nannerl über dieses Werk zu berichten.
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| Ludwig van Beethoven | Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur op. 15Ähnlich wie Mozart zwei Jahrzehnte zuvor, präsentierte sich auch Beethoven dem Wiener Publikum zunächst als Klaviervirtuose. Die Kunst des freien Fantasierens, des effektvollen, geistreichen Spiels, beherrschte der gebürtige Rheinländer und Wahl-Wiener wie wohl kein zweiter. Noch bei der Premiere seines dritten Klavierkonzertes gestaltete er den nur fragmentarisch ausgeschriebenen Solopart improvisatorisch aus - zur Verblüffung des Publikums. Dieses Erstaunen dürften die Hörer auch dem leidenschaftlich-stürmischen Klavierkonzert Nr. 1 entgegengebracht haben, in dem die Dominanz des Pianistischen gegenüber dem Orchester weit stärker ausgeprägt ist als in Beethovens späten Konzerten. |  |
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Rudolf Buchbinder Dirigent Er ist eine feste Größe in der internationalen Klavierszene, auch in Bamberg war Rudolf Buchbinder seit 1977 vielfach zu Gast. Das akribische Quellenstudium gehört zu den Markenzeichen des großen Beethoven-Interpreten, dessen Repertoire zahlreiche Werke des 20. Jahrhunderts einschließt - samt Uraufführungen von Gerhard Wimberger oder Gottfried von Einem. Für seine Haydn-Einspielungen erhielt Rudolf Buchbinder den Grand Prix du Disque, ebenso legendär sind seine Live-Aufnahmen der Klavierkonzerte von Mozart und Brahms. |  |
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Rudolf Buchbinder Klavier Er ist eine feste Größe in der internationalen Klavierszene, auch in Bamberg war Rudolf Buchbinder seit 1977 vielfach zu Gast. Das akribische Quellenstudium gehört zu den Markenzeichen des großen Beethoven-Interpreten, dessen Repertoire zahlreiche Werke des 20. Jahrhunderts einschließt - samt Uraufführungen von Gerhard Wimberger oder Gottfried von Einem. Für seine Haydn-Einspielungen erhielt Rudolf Buchbinder den Grand Prix du Disque, ebenso legendär sind seine Live-Aufnahmen der Klavierkonzerte von Mozart und Brahms. |  |
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