| Dialog mit der Geschichte ∙ Klassiker der Moderne 3Der »Festival-Dreiklang« am Saisonbeginn ist perfekt, wenn die Bamberger Symphoniker zum Beethovenfest Bonn reisen. Und erneut ist es einer der herausragenden Komponisten der Neuen Musik, dem sich das Orchester unter Jonathan Nott widmet: Luciano Berio, dessen Concerto für zwei Klaviere und Orchester den Schwestern Katia und Marielle Labèque, dem bekanntesten Klavierduo der Gegenwart, wie auf den Leib geschrieben ist. | Detail
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| Luciano Berio | Rendering für Orchester, "Restaurierung von Fragmenten einer Symphonie von Franz Schubert"Die großen Fragmente der Musik, von Mozarts Requiem über Bruckners Neunte bis zur Zehnten Mahlers, strahlen ihre eigene, stille Faszination aus. Franz Schubert hinterließ gar eine ganze Reihe an unvollendeten Werken, noch in seinem Todesjahr saß er an einer Symphonie, die er nicht mehr fertig zu stellen vermochte. Über 150 Jahre später wagte Luciano Berio das geniale Experiment, die Lücken des dreisätzigen Torsos zu schließen – freilich mit den kompositorischen Mitteln, die einem Klassiker der Moderne und meisterhaften Klangforscher wie ihm zur Verfügung standen. Und so ist sein „Rendering“ ein faszinierender musikalischer „Dialog mit der Geschichte“. |  |
| Luciano Berio | Concerto für zwei Klaviere und OrchesterHerb, spröde, kraftvoll ist Luciano Berios Concerto für zwei Klaviere und Orchester, ein im Konzertsaal selten zu hörender Meilenstein der Klavierliteratur im 20. Jahrhundert. Das Wort „concertare“ bedeutet so viel wie „wettstreiten“, „wetteifern“ – der italienische Altmeister der Moderne interpretierte dieses Prinzip in dem 1972/1973 entstandenen Konzert auf seine Weise. Verschiedene Schichten überlagern sich oder fließen ineins, immer wieder wird das Verhältnis der beiden Solisten untereinander, aber auch zum Orchester neu ausgelotet und ausgetragen. |  |
| Ludwig van Beethoven | Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 "Eroica"Neben der „Schicksalssymphonie“ und der „Neunten“ ist es vor allem die Dritte, die „Eroica“, die unser Beethoven-Bild noch immer bestimmt. Schon der Titel des Werkes ruft die Vorstellung des genialen Feuerkopfes mit wilder, ungebändigter Haarmähne über der umfurchten Stirn hervor. Darf man der Überlieferung Glauben schenken, beabsichtigte der Wiener Klassiker, mit seiner „heroischen“ Symphonie Napoleon ein musikalisches Denkmal zu setzen – ehe er sich enttäuscht abwandte und die Widmung auf der Partitur doch noch wieder entfernte. |  |
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Jonathan Nott Dirigent Mit großem Erfolg knüpft er an das künstlerische Erbe seiner Vorgänger am Pult des traditionsreichen Orchesters an und trägt dieses Erbe weiter ins 21. Jahrhundert: Jonathan Nott steht seit 2000 als Chefdirigent an der Spitze der Bamberger Symphoniker. Unter seiner Leitung gastierte die Bayerische Staatsphilharmonie bei den renommierten Festivals in Edinburgh, Salzburg, Luzern, St. Petersburg und bei den Londoner „Proms", dazu gab es Tourneen durch ganz Europa, nach China sowie mehrfach nach Japan, Südamerika und in die USA. Neben seiner künstlerischen Arbeit in der Domstadt ist der Brite ein gern gesehener Gastdirigent der weltweit führenden Symphonieorchester. |  |
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Katia Labèque Klavier Es war kein Geringerer als Luciano Berio, der italienische Großmeister der Moderne, der Katia und Marielle Labèque ermunterte, gegenüber allen Musikrichtungen und künstlerischen Stilen offen zu sein. Überraschendes, auch Widersprüchliches birgt das Repertoire des Klavierduos, ein Repertoire, das von Bach, Mozart, Brahms und Liszt bis zu Stravinsky, Boulez, Ligeti und Takemitsu reicht. Mehrfach waren die beiden Künstlerinnen, die eine Vielzahl an Werken zur Uraufführung gebracht haben, auch bei den Bamberger Symphonikern zu Gast. |  |
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Marielle Labèque Klavier Es war kein Geringerer als Luciano Berio, der italienische Großmeister der Moderne, der Katia und Marielle Labèque ermunterte, gegenüber allen Musikrichtungen und künstlerischen Stilen offen zu sein. Überraschendes, auch Widersprüchliches birgt das Repertoire des Klavierduos, ein Repertoire, das von Bach, Mozart, Brahms und Liszt bis zu Stravinsky, Boulez, Ligeti und Takemitsu reicht. Mehrfach waren die beiden Künstlerinnen, die eine Vielzahl an Werken zur Uraufführung gebracht haben, auch bei den Bamberger Symphonikern zu Gast. |  |
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