| Sphärenharmonien Lange vor »Raumschiff Enterprise« oder »Star Wars« unternahm Holst seine symphonische Weltraummission. Wie die Himmelskörper, die er in seiner Suite vertonte, ist auch Haydns Symphonie Hob. I:43 nach einer antiken Gottheit benannt. Komplettiert wird dieses Programm von ausgesuchter Delikatesse, mit dem Dennis Russel Davies zu Gast ist, durch ein selten gespieltes Werk von Stravinsky, das in seiner hochklassizistischen Machart einen Bogen zwischen Haydn und Holst spannt. | Detail
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| Joseph Haydn | Symphonie Nr. 43 Es-Dur Hob.I:43 "Merkur"„Und so musste ich original werden“ - mit diesen Worten kennzeichnete Joseph Haydn rückblickend seine jahrelange Isolation am Hof der Fürsten Eszterházy. Ein goldener Käfig, denn musikalisch standen ihm alle Möglichkeiten offen, vor allem im Bereich der Symphonien. Eindrucksvolles „Produkt“ aus seinem Komponierlabor ist auch jene 1771 komponierte Symphonie, die später den Beinamen „Merkur“ erhielt. Ein Werk, das sich klassisch gibt und doch vor Überraschungen nur so wimmelt: rasche Ausdruckswechsel, Spiel mit der Form, ungewöhnliche Periodenbildung, Generalpausen.
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| Igor Stravinsky | Konzert für Klavier und BläserWenn ein Komponist wie wild Czerny-Etüden übt, muss etwas Besonderes anstehen. Bei Igor Stravinsky war es die Premiere seines Klavierkonzerts, bei der er selbst den Solopart übernehmen sollte. Was er denn auch mit Erfolg tat. Ein Solokonzert, zumal eines für sich selbst, hatte Stravinsky zunächst übrigens gar nicht im Sinn, erst im Verlauf der Arbeiten merkte er, dass sich ein Klavier für die „trockene Klarheit“ seiner Musik, die er Mitte der 1920er Jahre anstrebte, am besten eignete. Aus demselben Grund verzichtete er im Orchester auf sämtliche Streicher - mit Ausnahme der Bässe.
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| Gustav Holst | The Planets op. 32Berührungspunkte zwischen Musik und Astrologie gibt es zahlreiche, von der pythagoreischen Sphärenharmonie bis zu Keplers Versuch, die Abstände der Planeten mit musikalischen Intervallen gleichzusetzen. Ein neues Kapitel schlug Gustav Holsts „Planeten“-Suite auf, die jedem Wandelstern ein tönendes Porträt zuordnet. Da ist Jupiter der Freudenspender, Mars der Choleriker, Venus die Gefühlvolle - die Himmelskörper als Spiegel menschlicher Charaktere. Gleichzeitig scheinen Holst grandiose bis beklemmende Klangbilder in Sphären zu reichen, die jenseits unserer Vorstellung liegen: die Weiten des Alls…
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Dennis Russell Davies Dirigent In seiner langen Laufbahn als Dirigent und Pianist hat Dennis Russell Davies nicht nur das traditionelle Repertoire vom Barock bis zur Moderne aufgeführt, sondern auch zahlreiche zeitgenössische Kompositionen aus der Taufe gehoben: Werke von Glass, Berio, Maderna, Staud oder Cage. Er arbeitete als GMD in Stuttgart und Bonn, bevor er die Leitung verschiedener Orchester in Österreich übernahm, aktuell die des Bruckner Orchesters Linz. Mit der Japanerin Maki Namekawa bildet er ein auf Neue Musik spezialisiertes Klavierduo.
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Maki Namekawa Klavier Maki Namekawa studierte in Japan und setzte ihre musikalische Ausbildung in Deutschland fort, um inzwischen eine Aufsehen erregende Solistenkarriere zu starten. Aufhorchen lässt auch ihre höchst ungewöhnliche Repertoireliste: Klavierkonzerte von Cage, Carter, Ligeti und Schnittke zählen dazu, ebenso Uraufführungen von Glass und Kalitzke oder Ersteinspielungen von Opernbearbeitungen Zemlinskys. Kein Wunder, dass die junge Künstlerin regelmäßiger Gast in den Zentren zeitgenössischer Musik ist, von San Francisco bis Berlin, von Stuttgart bis Linz.
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Chor der Bamberger Symphoniker Chor Seit seiner Gründung 1983 ist der von Rolf Beck geleitete Chor der Bamberger Symphoniker eine feste Institution im Konzertleben der Domstadt. Regelmäßig widmen sich die Sängerinnen und Sänger gemeinsam mit der Bayerischen Staatsphilharmonie den großen Werken für Chor und Orchester, darüber hinaus stehen immer wieder Gastspiele auf nationaler und internationaler Ebene auf dem Terminplan des Ensembles. Der Chor folgte Einladungen zu den großen deutschen und europäischen Musikfestivals, Tourneen führten bis nach Israel, Japan, Russland und Südamerika.
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(Einstudierung: Edward Caswell) | |
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